5.2 Modaladverbien (Adverbien der Art und Weise)
Modaladverbien machen Angaben zur Art und Weise und fragen nach dem Wie oder Wie sehr.
Beispiele für Modaladverbien im ostfriesischen Plattdeutsch:
Wie? (Art und Weise): nettso (genauso), geern (gern), enigmaten (einigermaßen), butendeem (außerdem), flink (schnell), tominnst (zumindest), besünners (besonders), blot (nur)
Wie sehr? (Intensität): haast (nich) (kaum), leep (sehr), temelk (ziemlich), deelwies (teilweise), genoog (genug), överut (überaus)
Wie? (Wahrscheinlichkeit): villicht (vielleicht), wahrschienelk (wahrscheinlich), seker (bestimmt), woll (wohl), deelwies (teilweise)
Wie? (Bewertung): hopentlik (hoffentlich), leidergotts (leider), glückelkerwies (glücklicherweise)
Beispielsätze für Modaladverbien:
Wie? (Art und Weise):
- Se löppt flink. (Sie läuft schnell.)
- De Saak liggt hum besünners an ‘t Hart. (Die Sache liegt ihm besonders am Herzen.)
- Hum geiht dat enigmaten good. (Ihm geht es einigermaßen gut.)
Wie sehr? (Intensität):
- Ik hebb hör in de leste Tied haast nich sehn. (Ich habe sie in der letzten Zeit kaum gesehen.)
- De Kinner hebben genoog Spööltüüg. (Die Kinder haben genug Spielzeug.)
- He hett sük leep/düchtig sehr daan. (Er hat sich sehr weh getan.)
Wie? (Wahrscheinlichkeit):
- Ik kann di villicht helpen. (Ich kann dir vielleicht helfen.)
- De Fahrer kummt wahrschienelk up Tied. (Der Fahrer kommt wahrscheinlich rechtzeitig.)
- Dat Weer word mörgen seker mooi. (Das Wetter wird morgen bestimmt schön.)
Wie? (Bewertung):
- He hett hopentlik sien Knippke weerfunnen. (Er hat hoffentlich sein Portemonnaie wiedergefunden.)
- Dat Kind is leidergotts faken krank. (Das Kind ist leider häufig krank.)
- Jan hett glückelkerwies en goden Stee funnen. (Jan hat glücklicherweise eine gute Stelle gefunden.)




