Ostfriesische Landschaft

Grammatik

1.3.3 Konjugation im Perfekt

Bei der Konjugation regelmäßiger (schwacher) Verben wird das Perfekt unter Verwendung der Hilfsverben hebben oder wesen und der Endung -t gebildet. Dabei liegt beim Hilfsverb wesen eine Suppletion vor, d. h. die verschiedenen Konjugationsformen werden mit verschiedenen Wortstämmen gebildet, z. B. rönnen (rennen), ik bün rönnt, du büst rönnt, he/se/dat is rönnt, wi/ji/se sünd rönnt.

Konjugationsbeispiele für regelmäßige Verben im Perfekt:

bölken (schreien)störten (stürzen) (Suppletion)kleien (kleckern)
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1. ik hebb bölktik bün störtik hebb kleit
Singular2. du hest bölktdu büst störtdu hest kleit
3. he/se/dat hett bölkthe/se/dat is störthe/se/dat hett kleit
Plural1./2./3. wi/ji/se hebben bölktwi/ji/se sünd störtwi/ji/se hebben kleit
leven (leben)susen (sausen) (Suppletion)betahlen (bezahlen)
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1. ik hebb leevtik bün suustik hebb betahlt
Singular2. du hest leevtdu büst suustdu hest betahlt
3. he/se/dat hett leevthe/se/dat is suusthe/se/dat hett betahlt
Plural1./2./3. wi/ji/se hebben leevtwi/ji/se sünd suustwi/ji/se hebben betahlt

Beachte bei der Konjugation von leven und susen:

In geschlossenen Silben (Silben, die auf einen Konsonanten enden) werden die Vokale a, e, o, u, ä, ö, ü verdoppelt, wenn sie lang gesprochen werden und nicht bereits durch ein nachfolgendes h als lang bezeichnet werden (s. betahlen), siehe: Schreibregeln für das ostfriesische Niederdeutsch.

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